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Interview mit Manfred Müller über sein neues Buch "Komm, lass uns leben"
Aktuelle Rock- und Popsongs inspirieren unseren Diakon, über den Glauben und über religiöse Werte nachzudenken. Seine Ideen hat er in einem Adventskalender-Büchlein zusammengestellt.
Eine Kostprobe findet sich in unserem brandneuen "Mut-mach-Heft in Corona-Zeiten". (Seite 5. Dazu ein Rätsel auf Seite 19)

Manfred Müller über sein Buch auf "TV Mainfranken" >

Manfred Müller über Weihnachtslieder in einem Video des Bistums Würzburg >


Für seine ungewöhnlichen Adventskalender ist er bereits bekannt. Für jeden Tag im Advent sucht er einen aktuellen oder zumindest zeitgenössischen Rock- und Popsong aus und schreibt einen Impuls dazu. Jetzt gibt es einen neuen Adventskalender in Buchform mit dem Titel "Komm, lass uns leben".

Frage: 2005 veröffentlichten Sie Ihr erstes Buch, und nun erscheint bereits Ihr siebtes, in dem Sie sprichwörtlich "Gott und die Welt" zusammenbringen.

Manfred Müller: Ja, mein Glaube gibt mir viel Kraft und spielt eine große Rolle in meinem Leben, natürlich auch beruflich. Was mir das bedeutet und welche Wege mir dadurch aufgezeigt werden, versuche ich in verständlicher Sprache auszudrücken.

Ihr aktuelles Buch "Komm, lass uns leben" entstand durch Ihre Liebe zur Musik.

Musik begleitet mich schon mein gesamtes Leben. Ich singe gerne und spiele auch Instrumente. Musik wird überall auf der Welt verstanden, also warum nicht für den Glauben nutzen? Es gibt so viele Lieder, die eine tiefgründige Sprache sprechen.
Der erste Song von Max Giesinger erinnert mich an das Bibelzitat: "Wer sucht, der findet." Suchende sind wir alle, deshalb mein Impuls, über das Auf und Ab im eigenen Leben nachzudenken.
Gil Ofarim besingt: "Was wäre ich ohne Euch?" und bedankt sich für die bedingungslose Liebe in allen Lebenslagen. "Danke", dieses Wort verwendet man viel zu selten, und ich möchte dazu anregen, einfach mal einem lieben Menschen Danke zu sagen und Dankbarkeit auch zu zeigen.
Oder die Sängerin Lea: Genial, markant, echt und glaubwürdig und passt in keine Schublade als Neopop. Inspiriert von Franz Schubert? "Wohin soll ich mich wenden?" und antwortet: "Zu dir"“ Es ist gut, wenn man weiß, wer für einen da sein könnte. Es ist ein Geschenk, jemandem offen zu sagen: "Du darfst zu mir gehn." Ich gebe an diesem Tag dann den Impuls, einer Person den Link zu diesem Lied zu schicken.

Toller Titel, tolle Lieder, tolle Texte – für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Was ist Ihre Intention, und wen oder was wollen Sie erreichen?

Natürlich versuche ich, über die Musik und die Songs, um nur einige zu nennen, von Ich + Ich, The Beatles, Lady Gaga & Bradley Cooper, Robbie Williams, Sido oder Glasperlenspiel, Junge und Junggebliebene zu erreichen. Alle 24 Songs sind auf Youtube kostenlos anzuhören. Mit täglich nur fünf Minuten Zeit führen die Lieder auf ihre Art vom 1. bis 24. Dezember durch den Advent. Wer genau hinhört und dabei mitliest, erkennt Tiefsinnigkeit. Die Songs sind lebensbejahend, mutmachend, freudespendend, und man findet vielleicht sogar einen Wegweiser durch das eigene Leben.

Wie kamen Sie auf die Idee, Bücher zu schreiben?

Seit 15 Jahren schreibe ich die Kolumne "Moment mal" im "Lohrer Echo". Immer mittwochs mit Themen rund um Gott und die Welt möchte ich alle Menschen, religiös oder auch nicht, wertorientiert ansprechen. Das war der Weg und mein Einstieg zum Schreiben.

Gibt es bereits Resonanz auf das Buch "Komm, lass uns leben", nachdem es inzwischen im Buchhandel vertrieben wird?

Oh ja, ich bin wirklich dankbar und überwältigt. Das Bistum Würzburg veröffentlichte eine Pressemeldung, darauf hin bewarb es der Bayerische Rundfunk, es gab Aufnahmen für "TV Mainfranken" und für das Bistumsfernsehen, Kirche in Bayern an, dann ein Interview im Kölner Domradio, das deutschlandweit ausgestrahlt wurde.

Würden Sie die Texte der voraus gegangenen Bücher heute genauso verfassen oder Liedtexte interpretieren?

Teils ja, teils nein, auch ich habe mich weiterentwickelt. Meine Lebenssituation hat sich verändert, und vieles spricht mich noch immer an – nur anders. Im Klartext: Ich könnte alle fünf Jahre dieselben Lieder oder Texte nehmen und neu interpretieren – meiner Lebenssituation entsprechend. Lieder sprechen mich unterschiedlich an, weil ich stets andere Erfahrungen damit verbinden kann.

Was ist Ihre persönliche Botschaft?

Das bringt Lotte mit dem Song "Dann soll da Liebe sein" auf den Punkt: Was zählt, ist die Liebe.
Das bluesige Stück "Finde dein Glück" von Gregor Meyle sammelt Gefühle, Wünsche, Träume, um vielleicht etwas kitschig und banal einen Weg zum "Glück" aufzuzeigen.
Mein Impuls: Frohe Weihnachten – findet Euer Glück – „Komm, lass uns leben“!

Das Gespräch führte Bianca Volkert

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